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Posts Tagged ‘Medizin’

ResearchbloggingBastian sagt:

Wir hatten ja schon einmal über sexuelle Belästigungsfälle im Tierreich berichet. Doch Philipp ist vor kurzem über einen noch bizarreren Fall gestolpert.

Und zwar über einen Schäferhund der einen 11-jährigen Jungen vergewaltigt haben soll. Der Junge kam ins Krankenhaus mit Verletzungen des Afters woraufhin die Ärzte direkt die Polizei informierten und auch freundlicherweise sofort 2 Verwandte des Jungen verdächtigten.

Der Junge gab jedoch eine andere Geschichte zu Protokoll: Er hätte im Garten seiner Eltern mit Hunden gespielt, sei dabei gestürzt wobei seine Hose gerissen wäre und darauf hin hätte sich der Schäferhund auf ihn gestürzt.

Im Krankenhaus wurden dann Spermaproben sichergestellt und ein Veterinär entnahm dem beschuldigten Schäferhund eine Vergleichsprobe. Diese Proben wurden dann mikroskopisch untersucht wobei diese vom äußeren Erscheinungsbild sehr ähnlich wirkten. Um mehr Gewissheit zu kriegen wurden DNA-Stücke per PCR amplifiziert und durch Elektrophorese aufgetrennt, die Ergebnisse sieht man in diesem Bild:

Elektrophoresische Auftrennung der PCR-Produkte

Elektrophoresische Auftrennung der PCR-Produkte

In Reihe 1 & 6 liefen die Größenmarker. In Reihe 2 menschliche DNA eines Mannes, in Reihe 3 menschliche DNA einer Frau und in Reihe 4 die DNA-Probe des Hundes. Reihe 5 ist die Spermaprobe die im Krankenhaus entnommen wurde.

Und hier brauch man schon gar nicht weiter auf die biologischen Hintergründe eingehen (was wurde amplifiziert, etc.) denn schon durch den optischen Vergleich sieht man es: Die Probe stammt von dem Hund und hat wenig gemein mit den Banden die von menschlicher DNA produziert werden.

Übrigens hat der Junge seine Version der Geschehnisse ein paar Wochen später bei einem Psychologen geändert: Er habe den Hund so lange mit der Hand stimuliert bis dieser ihn penetrierte…

P. Wiegand, V. Schmidt, M. Kleiber (1999). German shepherd dog is suspected of sexually abusing a child International Journal of Legal Medicine, 112 (5), 324-325 DOI: 10.1007/s004140050260

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Bakterienjagd

Bastian sagt:

Auch in den 50er Jahren des jetzten Jahrhunderts gab es schon großartige Wissenschaftsvideos. Dieses zeigt ein weißes Blutkörperchen, ein neutrophilen Granulozyten falls es jemand ganz genau wissen will, welches ein Bakterium jagt um es dann zu verschlingen,

[via]

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Bastian sagt:

Im ganzen Trubel um die Nobelpreise haben es manche vielleicht nicht mitbekommen, und um ehrlich zu sein bin auch ich etwas spät dran. Denn gestern vor 50 Jahren war es so weit:

Der erste Herzschrittmacher wurde von Åke Senning in seinen Patienten Arne Larsson eingepflanzt. Senning hatte die Erfindung zusammen mit dem Ingenieur und Erfinder Rune Elmqvist entwickelt und die ersten Modelle waren natürlich noch in einem wenig ausgereiften Beta-Stadium, so war der eingesetzte Quecksilber-Akku bereits nach 3 Stunden verbraucht.
Doch die Entwicklung machte hier natürlich nicht halt und so leben heute über eine viertel Million Menschen in Deutschland mit einem implantierten Herzschrittmacher.

Arne Larsson hat es übrigens mit insgesamt 26 verschiedenen Herzschrittmachern auf ein stattliches Alter von 86 Jahren gebracht bevor er 2001 verstarb.

Der WDR-Stichtag, den man auch als Podcast unteranderem hier hören kann, hat dazu gestern eine Sendung gemacht, die nur etwa 15 Minuten läuft und die ich hiermit jedem ans Herzen legen möchte.

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